Die Vorteile einer Tagesgeldanlage

Die Vorteile einer Tagesgeldanlage

Ein Tagesgeldkonto bietet den Vorteil, dass es ein hohes Maß an Flexibilität gewährleistet. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Anleger für ein Tagesgeld. Neben der Flexibilität ist ein Tagesgeldkonto in der Regel auch sehr ertragreich.

Vor- und Nachteile von Tagesgeldkonten

In den meisten Fällen liegt die Verzinsung für ein Tagesgeld zwischen 2% und 4%. Diese Verzinsung ist im Vergleich zu anderen Arten der Gelanlage beachtlich höher. Ein großer Vorteil ist, dass das Geld täglich verfügbar ist. Ohne große Ankündigung kann jederzeit ein beliebiger Betrag vom Tagesgeldkonto abgehoben werden. Natürlich ist es umgekehrt jederzeit möglich, einen Betrag auf das eigene Tagesgeldkonto zu überweisen. Damit das Kapital bei einer Insolvenz der Tagesgeldbank ausreichend geschützt ist, greift seit 997 eine Einlagesicherung. Jede Bank kann Auskunft darüber geben, bis zu welcher Höhe die Geldanlage durch die Einlagesicherung staatlich abgesichert wird. Sie betrifft alle EU Banken. Viele Länder, wie zum Beispiel Deutschland bieten eine zusätzliche oder nationale Einlagesicherung. Das hat den Vorteil, dass das Kapital doppelt geschützt wird. Weder für die Eröffnung noch für die Führung eines Tagesgeldkontos fallen Gebühren an. Eine Zinsausschüttung kann je nach Bedarf jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder monatlich erfolgen. Umso öfter Zinsen ausgeschüttet werden, umso mehr können Anleger vom Zinseffekt profitieren. Die Renditen fallen in diesem Fall wesentlich höher aus. Ein Tagesgeldkonto hat keine feste Laufzeit. Dadurch besteht der Vorteil, dass es jederzeit gekündigt werden kann.

Wie bei jedem Konto gibt es auch bei Tagesgeldkonten einige Nachteile. Für das Tagesgeld ist die Verzinsung immer abhängig vom aktuellen Zinsniveau am Geldmarkt. Dadurch lässt sich die Verzinsung schlechter über einen längeren Zeitpunkt kalkulieren. Die Verzinsung kann sich täglich ändern. Aufgrund einer hohen Flexibilität des Tagesgelds kann ein Anleger jederzeit zu einem anderen Anbieter mit einem höheren Zinsangebot wechseln. Ein Tagesgeldkonto kann nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr verwendet werden. Das bedeutet, dass keine Aus- oder Einzahlungen sowie Überweisungen vorgenommen werden können. Für die Auszahlung des Geldes wird ein Referenzkonto benötigt. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um das Girokonto der eigenen Hausbank. Einige Banken begrenzen bei einer hohen Anlage den Tagesgeldzinssatz. Die Grenzen reichen aber für einen durchschnittlichen Sparer aus. Zusätzlich gibt es Banken, die ein Tagesgeldkonto ohne eine Maximaleinlagegrenze anbieten. Die Rendite fällt immer etwas geringer aus, wenn die Zinsen nur jährlich ausgezahlt werden. Aus diesem Grund sollte man immer vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos auf die Häufigkeit der Zinsausschüttung achten.

Was sind die Chancen und Risiken eines Tagesgeldkontos im Ausland?

Ein Tagesgeldkonto im Ausland ist eine sinnvolle und gute Möglichkeit, das Kapital gewinnbringend anzubringen und dabei flexibel zu bleiben. Ein Anleger sollte sich bei einem Tagesgeld im Ausland aber auch im Klaren darüber sein, dass es hierbei ein kleines Risiko gibt. Anleger tragen in diesem Fall immer ein Währungsrisiko, wenn das Tagesgeld nicht in Euro angelegt wird. Eine ausländische Währung muss immer erst in Euros umgewandelt werden. Dadurch sinkt der Wert, was im schlimmsten Fall einen hohen Verlust bedeutet. Im Umkehrschluss kann es bei einer Fremdwährung aber auch zu einer Wertsteigerung kommen. Das ist immer dann der Fall, wenn der Gegenwert steigt. Somit ist das Währungsrisiko immer im Auge zu behalten. Sie kann aber für Anleger auch eine große Chance sein, durch die zusätzlichen Zinsen einen weiteren Gewinn zu erhalten.

Für wen eignet sich eine Tagesgeldanlage?

Tagesgeldanlagen sind für alle Anleger gut geeignet, die flexibel sein möchten. Wird das Kapital in ein Tagesgeldkonto investiert, kann er sicher sein, dass die Anlage durch die Einlagensicherung ausreichend abgesichert ist. Sie ist bei einem Tagesgeldkonto in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Im Ausland sieht das anders aus. Hier kann man nicht mit einer Einlagensicherung rechnen. Das birgt für Anleger ein zusätzliches Risiko. Wenn einer Bank eine Insolvenz droht, muss der Anleger daher um sein angelegtes Geld fürchten. Dieses Risiko sollte bei einem Tagesgeldkonto im Ausland immer bedenken. Das Tagesgeld im Ausland kann für Anleger aber auch eine Chance sein, mehr aus dem Kapital zu machen. Oftmals sind die Zinsen etwas höher als bei den deutschen Anbieter. Für jeden Anbieter ist es lukrativer, als wenn das Geld auf dem Girokonto verbleibt und keine Zinsen bringt.

Abgeltungssteuer und Freistellungsauftrag

Die Abgeltungssteuer gilt seit dem 01.01.2009. Sie beinhaltet einen einheitlichen Steuersatz von 26,35%. Dieser Steuersatz berechnet sich aus 25% plus 5,5% Solidaritätszuschlag. Damit werden alle Kapitalerträge der Anleger in gleicher Höhe besteuert. Das Geld wird direkt bei der kontoführenden Bank oder dem Online-Broker an das entsprechende Finanzamt abgeführt. Auch bei einem Tagesgeldkonto gibt es einen Freibetrag. Die Kapitalerträge können somit bis zu einem Betrag von 801 Euro pro Person steuerfrei vereinnahmt werden. Der Sparerpauschbetrag deckt alle Arten von Kapitalerträgen wie Dividenden, Zinsen und Kursgewinne ab. Bei einem Tagesgeldkonto wird auf die bisher geltenden Spekulationsfristen von einem Jahr verzichtet. Somit können Fonds, Aktien oder andere Wertpapiere auch innerhalb von 12 Monaten steuerfrei vereinnahmt werden. Es kommt daher zu einer Gleichstellung von fast allen Spar- und Anlageformen. Der Sparer hat für alle Zinserträge innerhalb der Grenze die Chance, bei einem oder mehreren Baken einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge bis zur angegebenen Grenze zu beantragen. Die Freistellungsgrenze kann in Anspruch genommen werden, um die erzielten Zinsen ohne Abzug und steuerfrei zu vereinnahmen. Früher mussten Zinserträge oberhalb eines Steuerfreibetrage mit einem persönlichen Steuersatz versteuert. Dabei kam der genannte Grenzsteuersatz und nicht der durchschnittliche Steuersatz zum Tragen kommen. Dadurch ergibt sich für fast alle Anleger durch die Einführung der Abgeltungssteuer eine steuerliche Entlastung. Umso höher der jeweilige Steuersatz durch die Einführung der Abgeltungssteuer des Anlegers ist, umso größer die Steuerentlastung. Aber auch Anleger, dessen Grenzsteuersatz unter 36,35% liegt, können sich sicher sein, dass sich die steuerliche Situation nicht verschlechtert. Im Zuge der Einkommenssteuererklärung können die zu viel abgeführten Steuern zurückgefordert haben.