Festgeld im Ausland anlegen: Chancen und Risiken

Festgeld im Ausland anlegen: Chancen und Risiken

Das Festgeld. Es gehört neben dem Tagesgeld zu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Im Gegensatz zum Tagesgeld wird das Festgeld, auch Termingeld genannt, für einen fest vereinbarten Zeitraum angelegt. Dafür erhält der Anleger einen festgeschriebenen Zinssatz von seiner Bank. Während dieses Zeitraums, kann man in der Regel nicht auf das Geld zugreifen.

Für viele Menschen in Deutschland, die etwas Erspartes über haben und dieses gern vermehren würden, bietet die Festgeldanlage eine attraktive Möglichkeit. Allerdings ist diese Attraktivität in den letzten Jahren deutlich gesunken, da die Zinsen in Deutschland ziemlich niedrig liegen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Deutsche, ihr Geld im Ausland anzulegen. In Frankreich, Großbritannien oder Portugal erhält man teilweise einen deutlich besseren bzw. höheren Zinssatz als in Deutschland.

Doch wie ist es um die Sicherheit der ausländischen Spareinlagen bestellt? Was passiert, wenn die ausländische Bank mal pleite geht? In diesem Artikel erfahren Sie welche Risiken und Chancen in der Geldanlage im Ausland liegen.

Die Chancen der Festgeldanlage im Ausland

Die Chancen die ein Festgeldkonto im Ausland hat, liegt auf der Hand. Im EU-Ausland werden teilweise deutlich höhere Zinsen als in Deutschland gezahlt. Der Grund dafür ist, dass es für die ausländischen Banken oftmals der einzige Weg ist, um an frisches Geld, frisches Kapital zu gelangen. Investoren legen ihr Geld selten in risikoreichen Ländern an. Warum dürfte klar sein. Das hat letzten Endes zur Folge, dass viele ausländische Banken in risikoreichen Ländern nur schwer an neues Kapital gelangen. Der einzige Weg ist dann oft auf den Markt für Privatanleger auszuweichen. Damit sich Privatanleger mit Interesse überhaupt finden, müssen die Festgeldzinsen dementsprechend teilweise deutlich höher festgesetzt werden als dies bei einer deutschen Bank der Fall wäre.

Die Höhe der Festgeldzinsen kann von Land zu Land unterschiedlich sein. An der jeweiligen Höhe der Zinsen, lässt sich gut ablesen wie hoch das Risiko der Festgeldanlage ist. Sprich, je höher die Zinsangebote desto höher das Ausfallrisiko für die Anleger. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass eine hohe Rendite generell mit einem höheren Risiko verbunden ist. Da die deutschen Banken keine wirklichen Probleme haben, um an frisches Geld zu kommen, sind die Festgeldzinsen auch sehr niedrig.

Die Risiken der Festgeldanlage. Worauf sollte geachtet werden?

Die Risiken wurden bereits angeschnitten. Die ausländischen Banken haben Probleme an frisches Geld zu gelangen und bieten deshalb hohe Zinsangebote. Das Ausfallrisiko ist deshalb auch höher. Doch wie können sich die Anleger schützen? Ist das Geld auch bei einer Pleite der Bank sicher?

An dieser Stelle können mögliche Interessenten einmal aufatmen. Innerhalb der Europäischen Union gibt es eine gesetzliche Einlagensicherung. Diese greift bis zu einem Wert von 100.000 EUR. Wer also ein Festgeldkonto bei einer Bank im EU – Ausland eröffnet, der ist bis zu einer Spareinlagen von 100.000 EUR pro Anleger und Bank geschützt. An dieser Stelle ist jedoch zu beachten, dass die Banken bis ins Jahr 2024 Zeit haben, diese Art von Einlagensicherung aufzubauen. Deshalb ist eine Geldanlage im EU – Ausland immer mit einem gewissem Risiko verbunden. Trotz allem kann man sagen, dass mit der Umsetzung der Einlagensicherungsrichtlinie im Jahr 2015 alle Bankkunden innerhalb der EU per Gesetz bis zu einer Summer von 100.000 EUR geschützt sind. Das gilt nicht nur für Einlagen in Euro sondern auch in Fremdwährungen.

Wie funktioniert die Eröffnung eines Festgeldkontos im Ausland?

Wer sich also für die Festgeldanlage im EU – Ausland interessiert, muss folglich ein Festgeldkonto eröffnen. Dies funktioniert am Besten über unsere Vergleichsplattformen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man sich nicht persönlich bei der ausländischen Bank vor Ort ausweisen muss. Zusätzlich wird kein Wohnsitz in dem jeweiligen Land benötigt und es sind keine Sprachkenntnisse in der jeweiligen Landesprache notwendig. Die Vergleichs- bzw. Vermittlerplattform übernimmt somit die gesamte Abwicklung und Kommunikation der Kontoeröffnung. Alle für die Kontoeröffnung notwendigen Dokumente, werde in der jeweiligen Landessprache des potenziellen Anlegers zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung der Festgeldanlage erfolgt schließlich über Online – Banking. Auf diesem Weg kann jeder Anleger sein persönliches Onlinekonto im Ausland über die Vergleichs- bzw. Vermittlerplattform verwalten.

Die Laufzeit des Festgeldkontos im EU – Ausland

Zur Laufzeit lässt sich sagen, dass Anlegern aus Deutschland besonders attraktive Zinssätze bei teilweise sehr geringer Laufzeit angeboten werden. Je nachdem wie hoch die Bonität des jeweiligen Landes ist, sollte die Laufzeit mit Bedacht gewählt werden. Die Einlagensicherung ist zwar durch die EU gesetzlich vorgeschrieben. Aber nicht alle Länder bzw. deren Banken haben die Möglichkeit im Falle einer Pleite, diese Einlagensicherung zu gewährleisten.

Wann lohnt sich die Festgeldanlage im EU – Ausland

Die Zinsen in Deutschland sind ziemlich niedrig. Wer sich also mit diesen Zinsen nicht begnügen will, für den kann sich die Geldanlage im Ausland tatsch lohnen. Allerdings sollte dabei immer auf die Sicherrungssystem und die Bonität des jeweiligen Landes geachtet werden. Am Ende des Tages ist die Entscheidung für ein Festgeldkonto aber immer einem selbst überlassen. Es ist eine persönliche Abwägung zwischen der Höhe der möglicher Rendite und dem Ausfallrisiko.